Pflege der Böden

WEINBERGE   


Der Boden, das Klima und die Erziehungsformen des Weinstocks bestimmen die wichtigsten Bodenbearbeitungsmethoden

Vignoble de CognacDie Boden- und Klimaverhältnisse sowie die Erziehungsformen des Weinstocks bestimmen die wichtigsten Bodenbearbeitungsmethoden.

Bei der Arbeit werden oberflächliche Werkzeuge eingesetzt (Rotorkrümler, Egge, leichter Pflug usw.). Diese traditionelle Technik wird insbesondere bei Böden mit geringer Wasserabsorption wie beispielsweise den „Groies“ verwendet.


Das Tiefpflügen begleitet von einem Häufeln/Abräumen der Rebstöcke wird schon seit langem nicht mehr praktiziert.

Heutzutage werde viele Parzellen begrünt

Parcelles enherbéesHeutzutage werden viele Parzellen begrünt.

Dank der relativ hohen Wasserspeicherung und der sommerlichen Wasserabgabe durch den Kalksteinuntergrund kann der Weinstock die Konkurrenz des Grases vertragen.

Dieser Grasbewuchs bietet zahlreiche Vorteile für den Winzer. Wichtigster Vorteil ist die Belastbarkeit: Es ist möglich, mit dem Traktor schon kurz nach Regenfällen in die Parzellen zu fahren, insbesondere zur Bekämpfung von Krankheiten, beispielsweise Mehltau, falls dies notwendig ist. Auch verringert die Begrünung die Bodenarbeit, die das Chlorose-Risiko erhöht, wenn Kalksteine zermahlen werden (mehr oder weniger starke Verfärbung der Blätter aufgrund eines Mangels an Chlorophyll), sie bekämpft die Erosion, fördert die Entwicklung nützlicher Tiere, die Schädlinge bekämpfen, und gewährleistet ein besseres Versickern des Wassers im Boden.

Da in der Region der Umweltschutz ernst genommen wird, beschränkt sich die chemische Unkrautbekämpfung weitgehend auf den Boden unter den Reihen.

Zahlreiche Parzellen werden gemischt bearbeitet: z. B. Unkrautbekämpfung unter den Reihen, jede zweite Reihe begrünt und die anderen mit Bodenbearbeitung.

Meist wird eine mineralische Düngung bevorzugt

Fertilisation minéraleMeist wird eine mineralische Düngung bevorzugt.

Der hohe Gehalt des Bodens an organischen Stoffen und der Kalk, der den Abbau dieser Stoffe bremst, machen eine organische Anreicherung oft unnötig. Zudem gleichen die vor Ort geschredderten Ranken einen Großteil des Humusverlustes aus.

Die Entwicklung der Begrünung setzt die Vorteile einer Stickstoffdüngung wieder auf die Tagesordnung. Anreicherungen des Bodens mit Kalium, Magnesium und Phosphat dienen dazu, die durch die Traubenernte verursachten Verluste auszugleichen, jedoch ist dies dank der in der Vergangenheit im Boden gespeicherten Reserven vielerorts nicht notwendig.