Die Pflanzung

WEINBERGE   


Die Pflanzung der Weinstöcke findet im Frühling statt

La plantation se fait au printempsWir möchten hier die Erziehung der Weinstöcke vorstellen, die zur Herstellung von Weinen für die Destillation dienen.

Die Parzellen, die Moste für Pineau des Charentes oder Trinkweine hervorbringen, werden etwas anders erzogen: höhere Pflanzdichte, Einschränkung der Traubenlast und des Ertrags, Arbeiten am grünen Rebstock usw…

Vor der Pflanzung wird der Boden vorbereitet, damit ein günstiges Umfeld für die Entwicklung der jungen Pflanze entsteht. Der Boden wird daher maschinell bearbeitet und es wird eine Bodenanalyse durchgeführt, um eventuelle Ungleichgewichte zu korrigieren.

Die Pflanzung erfolgt im Frühling; es werden Pflanzen mit entblößter Wurzel, seltener auch Topfpflanzen verwendet.

Die neugepflanzten Parzellen werden sorgfältig gepflegt: Bewässerung, Unkrautentfernung von Hand zwischen den Weinstöcken, Anbinden an Stützstangen, Schutz gegen Kaninchen und andere Schädlinge usw.

Bei ihrem dritten Austrieb (der erste Austrieb ist der des Pflanzjahres) sind die Reben nutzbar und fangen an, Trauben zu produzieren.

Die Bewässerung von produzierenden Rebflächen ist verboten.

Die Appellation d’Origine Contrôlée „Cognac“ kann Branntweine aus Weinen junger Rebstöcke erst ab dem zweiten Jahr nach dem Jahr gewärhrt werden, in dem die Auspflanzung vor dem 31. Juli durchgeführt wurde.

Für die Wahl der Unterlage sind vor allem zwei Kriterien ausschlaggebend: der Kalkgehalt des Bodens die Fruchtbarkeit des Bodens je nach gewünschtem Produktionsniveau

PlantationFür die Wahl der Unterlage sind vor allem zwei Kriterien ausschlaggebend: der Kalkgehalt sowie die Fruchtbarkeit des Bodens.

Durch die Analyse des Bodens wird auch festgestellt, ob er Chlorose verursachen kann, was die Wahl der Unterlage bestimmt (Chlorose wird durch Eisenmangel verursacht; das Ergebnis ist eine Gelbfärbung der Blätter).

Die meisten der in der Charente verwendeten Unterlagen vertragen Kalk und gewährleisten außerdem den kräftigen Wuchs der Pfropflinge. Die wichtigste Unterlage trägt den Namen RSB.

RSB wird in anderen Regionen nur wenig verwendet.

Weitere Unterlagen sind Fercal und 333 EM. Die früher oft benutzte Unterlage 41B wird heute kaum noch verwendet. In Gebieten mit weniger Kalk findet man die Unterlagen SO4, P1103 oder auch 3309 und 101-14.

Parzellen, auf denen zuvor schon einmal Reben gepflanzt waren, sollten vor einer Neupflanzung ein paar Jahre lang keine Reben tragen, was in ausschließlichen Weinbaubetrieben allerdings schwierig ist. Daher ist es manchmal unerlässlich, den Boden zu desinfizieren, um Virusinfektionen in den neu bepflanzten Parzellen zu vermeiden.