Die integrierte Bekämpfung

WEINBERGE   


Umwelt- und Wirtschaftsbelange haben die Entwicklung der integrierten Bekämpfung vorangetrieben. Der biologische Weinbau ist ebenfalls vertreten

La lutte raisonnéeUmwelt- und Wirtschaftsbelange haben die Entwicklung der integrierten Bekämpfung vorangetrieben. Dabei wird zunächst versucht, die Empfindlichkeit des Weinstocks zu verringern: beispielsweise durch die Bodenbegrünung der Weinberggassen, die die Anfälligkeit gegenüber Graufäule verringert, sowie die Ausnutzung natürlicher Gleichgewichte, z. B. durch die Verwendung von Raubmilben, die andere schädliche Milben zerstören. Der biologische Weinbau ist ebenfalls vertreten.


Etwa 8 Behandlungen sind notwendig, um eine gute Erntequalität zu gewährleisten. Die größten Gesundheitsprobleme gehen auf das ozeanische Klima und die Merkmale der Rebsorte Ugni Blanc zurück. Die über das ganze Jahr verteilten Regenfälle begünstigen die Entwicklung von Pilzkrankheiten: falscher Mehltau und echter Rebenmehltau. Diese gefürchteten Krankheiten verlangen eine ständige Überwachung. Ugni Blanc ist außerdem sehr anfällig für Holzkrankheiten und die Rebenbakteriose. Dagegen sind ihre laschen Trauben nur wenig anfällig gegen Graufäule. Die Schädlinge stellen insgesamt kein großes Problem dar, aber das Vorkommen der Rotfärbung der Blätter (eine dem Feuerbrand nahe Krankheit) macht in einem Teil der Weinberge eine Behandlung gegen das Insekt notwendig, das die Krankheit verbreitet.

ANMERKUNG

Die Eigenart des Cognac-Weinbaus bringt besondere Einschränkungen in Bezug auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln mit sich.

Die Cognac-Branchenverbände haben eine Überwachungs- und Kommunikationszentrale eingerichtet, die diesen Einsatz regel.

Ziel ist es, den Technikern und Weinbauern der Region die geeigneten Ratschläge zum Pflanzenschutz zur Verfügung zu stellen und die Nahrungsmittelsicherheit der Verbraucher zu gewährleisten. Im Rahmen des HACCP-Konzepts ist die Weinbaustation des BNIC dabei, die Pflanzenschutzmittel in 3 Listen einzuordnen, die sich auf die zum heutigen Tag bekannten Informationen beziehen. Diese Listen wurden unter Berücksichtigung der Besonderheiten der Charente-Weinberge und der Cognac-Herstellung erstellt. Sie können daher in keinem Fall auf andere Situationen ausgedehnt werden. Diese Mitteilung wird einmal jährlich im Monat Mai aktualisiert und verbreitet. Sie kann auf der Website des BNIC eingesehen werden: www.cognac.fr. Die Empfehlungen zur Anwendung der Pflanzenschutzmittel sind ebenfalls über die Extranet-Site des BNC erhältlich und basieren auf einer EDV-Datenbank, die fortlaufend mit neuen Ergebnissen aktualisiert wird.

SIEHE AUCH

Préconisation d’emploi des produits phytosanitaire : la liste mise à jour sur cognac.fr (auf französich)

Les informations techniques de la Station Viticole du BNIC sur le site cognac.fr (auf französich).