Die Reblaus-Krise

GESCHICHTE DES COGNAC   


Am Ende des 19. Jahrhunderts zerstört die Reblaus den größten Teil der Weinberge

La crise du phylloxéraUm 1875 wird die Charente von der Reblaus heimgesucht (einem Insekt der Ordnung Hemiptera mit dem wissenschaftlichen Namen Phylloxera vastatrix, das die Wurzeln der Weinstöcke befällt).

Sie zerstört den größten Teil der Weinberge. (Von über 280.000 Hektar Weinbergen im Jahr 1877 sind um 1895 nur noch 42.581 Hektar übrig).

Entstehen der ersten branchenübergreifenden Initiative in Cognac: das „Comité de la Viticulture“ im Jahr 1888

Um der Krise zu begegnen, wird 1888 der Verband „Comité de Viticulture“ gegründet, der 1892 zur Weinbaustation wird.

Reconstruction du vignoble1887 begibt sich eine französische Mission unter Leitung von Pierre VIALA, Professor an der Landwirtschaftlichen Schule in Montpellier, in die USA, um dort Rebstöcke zu finden, die gegen die Reblaus resistent sind.

Ziel dieser Mission war es, Pflanzen nach Frankreich zu bringen, die als Unterlage für die einheimischen Rebsorten dienen sollten. So würde man von den reblausresistenten amerikanischen Rebstöcken profitieren und gleichzeitig die Qualität der französischen Rebsorten beibehalten.

Die ersten Versuche sind jedoch katastrophal, da die ersten Unterlagen nicht auf den Kalksteinböden der Region gedeihen wollen. Es müssen neue Unterlagen geholt werden, die der Chlorose standhalten.

Es bedarf langer Jahre der Anstrengungen und Geduld bis zur wirtschaftlichen Wiederbelebung der Region.