Der Weinbau in der Region

GESCHICHTE DES COGNAC   

Überreste aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. belegen, dass in der Cognac-Region Wein hergestellt wurde

Bis Ende der 90er Jahre wurde angenommen, dass Weinbau im Charentes-Gebiet erst ab dem 3. Jahrhundert n. Chr. betrieben wurde.

Diese Annahme stützte sich auf antike Texte, in denen zu lesen ist, dass unter der Herrschaft von Domitian ein Erlass aus dem Jahr 92 n.Chr. den Anbau von Wein in Gallien verbot und dieses Verbot erst im Jahr 280 von Probus aufgehoben wurde. Die archäologischen Zeugen scheinen hier das Gegenteil zu belegen. Daher denkt man heute, dass dieser Erlass wahrscheinlich nie öffentlich bekanntgegeben wurde. (Quelle GRIS).

Archäologische Untersuchungen im Charentes-Gebiet haben den Beweis erbracht, dass die ersten Weinberge schon Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. angelegt wurden. (Insbesondere im Gebiet von Barbezieux und Saintes).

Vestiges de production de vin à Cognac

Zudem haben Ausgrabungen gezeigt, dass die Region außerordentlich viele landwirtschaftliche Gebäude, insbesondere für die Weinherstellung besaß, was den Weinbau in dieser Region seit dem römischen Kaiserreich belegt.

So fand man bei Ausgrabungen in Cognac Überreste aus dem 2. und 3. Jh.: Zonen zum Mahlen der Trauben, zahlreiche Kelterbecken und weitläufige Lagergebäude.

Eine Besonderheit dabei ist, dass hier der Wein in Fässern und nicht in Tonkrügen wie in Südfrankreich aufbewahrt wurde. Es wird deshalb berichtet, dass die Gallier die Küferei erfunden haben. Diese Tradition ist auch heute noch in der Umgebung von Cognac lebendig (Quelle Christian Vernou).